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Was tun Peer-Leader konkret?
1. ORGANISATION:
Die beiden Teams in Ostrhauderfehn treffen sich wöchentlich als Gruppe und zusätzlich in Themengruppen: Die Teams
a. gründeten ein HIV-Aufklärungsteam („LoveLife“) in Kooperation mit dem „ProFamilia“ Landesverband Niedersachsen und gehen mit dem Thema in Schulklassen,
b. arbeiten in der Mediengruppe an Präsentations- und Ausstellungsideen,
c. kümmern sich in der Gruppe „Jugendpolitik“ um das Wahlverhalten Gleichaltriger,
d. animieren in der Gruppe „McFit-Sport“ mit Aktionen und einem eigenen Sportmobil-Anhänger Gleichaltrige zu mehr Bewegung,
e. animieren in der Gruppe „McFit-Food“ mit einem eigenen Imbiss-Trailer zu besserem Ernährungsverhalten,
f. gründeten eine Theatergruppe, schrieben ein eigenes Stück zur Entdeckung des „8. Kontinentes“, die Band begleitet das Stück mit selbst komponierten und getexteten Musikstücken. Man ist auf Tournee und bereitet sich auf Gastspiele im Ausland vor.
2. AKTION
In kleineren Aktionen und Kampagnen probiert man Dinge aus:
a. Ein Umweltteam wirbt unter Jugendlichen für Solarenergie, Faire Produkte und Energiesparen.
b. Peer-Leader übernehmen zu verschiedenen Gelegenheiten „Führung“, sei es beim lokalen Bildungsbasar als Guide, bei der Bildungsmesse DIDACTA mit Vorführungen, leiten in Tagungen bundesweite arbeitender Organisationen Arbeitsgruppen, präsentiert die Peer-Leader-Idee oder animieren mit den Theaterstück „Der 8. Kontinent“,
c. Zum G8-Gipfel 2007 hat sich das Team eingebracht mit vielen Aktionen und Gesprächen mit Bundespolitikern.
d. Dialoge zu Zukunftsfragen der Bildung, der Politik und der Wirtschaft erörtert man mit Wirtschaftsvertretern, mit Bildungsreferenten und anderen Multiplikatoren.
e. Die Teams reisen zu selbst organisierten Workcamps nach Holland, organisieren Erkundungsreisen zuletzt nach Paris oder Berlin oder begleiten mit Workshops den beispielsweise Schüleraustausch einer Hauptschulklasse mit Italien.
f. Man übernimmt Aufgaben in der Region: Viele Peer-Leader sind engagiert als Klassen- oder Schulsprecher, vertreten die Schülerschaften in Schulvorständen und Gesamtkonferenzen. Im lokalen Bürgerzentrum „MOIN“ garantiert man durch Bürodienst die Öffnungszeiten, bei lokalen Festen trägt man mit eigenen Aktionen bei.
g. Peer-Leader stabilisieren Gleichaltrige, indem sie nicht als Elite sondern mit persönlichen und sozialen Stärken bei riskanten Verhalten einzugreifen versuchen. Dabei sind sie selber durch ihr Alter nicht vor „Ups and Downs“ gefeit, versuchen aber ihre Stärken zu entwickeln, ihr Erfahrungskapital in schulische Leistungen umzusetzen und orientieren sich und andere beruflich wie privat.
3. GLOBALES
Der internationale Austausch mit den beiden Partnerteams erfolgt live in Seminaren und größeren MillenniumVillages. Die Verkehrssprache ist englisch. Die Internetkommunikation wird 2009 weiter intensiviert. Längere Auslandsaufenthalten in allen drei Ländern werden auch den Peer-Leadern möglich gemacht. Die Kommunikation wird außerdem gesichert durch 6 Freiwillige, die 1 Jahr in den Partnerprojekten arbeiten (BMZ-Projekt WELTWÄRTS) und 2 Freiwillige, die im Verein in Ostrhauderfehn ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ absolvieren.
PLÄNE 2009
1. Konzeptentwicklung:
a. Konferenzen zur Weiterentwicklung des Peer-Leader-Konzeptes und zum Einsatz von Volunteers im Bereich pädagogischer Prävention (in Südafrika)
b. Arbeitstagung: Peer-Leader-Konzepte zur HIV-Prävention (in Südafrika)
c. Arbeitstagung: Peer-Leader-Konzepte zum Umweltschutz (in Brasilien)
d. Arbeitstagung: Peer-Leader-Kooperation mit Italien (in Deutschland)
e. 2 Seminare Peer-Leader-Basics: Versuche zur Netzwerkbildung in Niedersachsen
2. Peer-Leader-Qualifizierung
a. von Team 3 (in Ostrhauderfehn)
b. von GloboScouts: Peer-Leader erklären ihren Ort (Finale in Südafrika)
c. (unsicher: von Integrationsassistenten in Ostrhauderfehn
d. (unsicher: von Klimalotsen in Ostrhauderfehn
3. Tourneen
a. von Mestre Claudio aus Brasilien zu den Partnern in Südafrika und Deutschland
b. vom Golden Youth Club aus Südafrika in Ostrhauderfehn
c. der Theatergruppe mit dem Stück „Der 8. Kontinent“ nach Brasilien
4. Aktionen
a. Trinationale Fotoausstellung „“Alltagsleben Jugend“ in allen Partnerländern
b. FotoAktion „Wir sind die Jugend“ und Peer-Leader-Tag in Ostrhauderfehn
c. „Olimpiada“ in Ostrhauderfehn
d. Beteiligung am lokalen KlimaBasar
e. Camp aller Teams nahe Groningen (NL)
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Peer-Leader International
Ein internationales Netzwerkprojekt zur Realisierung der Millennium Development Goals
Peer-Leader sind Jugendliche ab 13 Jahren, die sich entschlossen haben, Führungsqualitäten zu entwickeln, um unter Gleichaltrigen anzuleiten zu einem Leben in Selbstverantwortung, Gesundheit, demokratischer Grundhaltung, Respekt und grundsätzlicher kultureller Offenheit.
Peer-Leader bilden Teams, die durch ihre Vielfalt, ihre Aktionen und ihre Persönlichkeiten eine positive Ausstrahlung auf andere Jugendliche und die Community haben. Diese Teams haben ein eigenes Teamleben, eine Familienkultur, die in jedem Team anders sein kann.
Peer-Leader erfahren eine pädagogische Grundausbildung mit praktischen Phasen. In dieser Ausbildung werden die Peer-Leader sensibilisiert für Gruppendynamik, Konfliktregulierung, für Sicherheitsfragen, für die Arbeit in der lokalen Community. Sie erhalten erste Führungsaufgaben, lernen in Rollenspielen, in Spielsituationen mit Sport, lernen zu kommunizieren verbal und mit Methoden der Künste. Monat für Monat kommen Herausforderungen hinzu: Präsentationen vor fremdem Publikum, Gruppenleitung, Exkursionen in fremde Lebenswelten, Besuche von Gastgruppen aus dem In- und Ausland und Programmgestaltung.
Nach einigen Monaten bilden sich erste Schwerpunkte bei einzelnen Peer-Leadern. Neben der Arbeit im Team beginnen sie, eigene Ideen zu testen: Aufbau von Gruppen, Veränderungsprojekte, Gespräche mit relevanten Netzwerkpartnern. Nach einem Jahr entstehen neben der Teamarbeit feste Teilgruppen mit Themen und Projekten. Projektbesuche bei oder von internationalen Partnerteams ermöglichen die Erfahrung des Ideen- und Erfahrungsaustausches mit Peer-Leader-Teams aus anderen (insbesondere Süd-)Ländern. Sie erproben mit Jugendlichen vor Ort Projekte und lernen interkulturellen Perspektivwechsel.
Nach einem Jahr entstehen Unterschiede: klare Team-Leader, Team-Mitarbeiter und Assistenten, die mit sich selber noch zaudern und zögern. Sie bleiben Team-Mitglieder und haben Zeit, ihre Qualitäten auch später zu entwickeln. Sie werden von niemandem instrumentalisiert, habe ihre Themen und lediglich die Pflicht zur Toleranz und zur Kommunikation ihrer Themen in das Team. hinein. Auszeit und Ausstieg ist möglich. Alle aber sind offen für die Peer-Group, haben ihre eigenen Freundschafts-Netzwerke, wirken dort hinein informell. Sie bieten offene Gruppen an und multiplizieren ihre Ideen: in ihren Peer-Groups, in der Schule, in Vereine, Jugendgruppen, Initiativen. Sie erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme an längerfristigen Austauschprogrammen.
Begleitet werden die Peer-Leader-Teams von mindestens einem Sozialpädagogen / Lehrer, der die Grundausbildung durchführt und das Team später als Coach begleitet. Für die Begleitung der Peer-Leader in den Projekten und Subgruppen stehen interessierte Erwachsene (Profis oder Ehrenamtliche) zur Verfügung. Eine Projektkoordination vernetzt Initiativen der Teams mit anderen Partnern, sorgt für die Infrastruktur (Räume, Transport, Hilfsmittel, Webspace) und Kommunikation und akquiriert Zusatzmittel für internationale Projekte. Die Koordination öffnet den Peer-Leader-Teams die Türen zu relevanten Personen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Ökologie und sorgt für mediale Präsenz.
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